Geschichtliches

Wir von der Concordia Mornshausen/S. können 2010 auf eine 125jährige Vereinsgeschichte zurückschauen. Der Gesangverein ist der älteste Verein im Ort. Nachfolgend erfahren Sie etwas über unsere Chöre und den Ort Mornshausen/S. , der ein Stadtteil von Gladenbach  im Bundesland Hessen ist.

 

Geschichtliches zum Männerchor
Gegründet wurde der Chor im Jahr 1885.

Zu dieser Zeit hatte der Ort Mornshausen gerade 490 Einwohner und Kaiser Wilhelm regierte das Land, Reichskanzler war Fürst Otto von Bismarck. Die wöchentliche Arbeitszeit lag bei zirka 60 Stunden.
Die beiden Weltkriege unterbrachen, wie überall die Vereinsaktivitäten, doch der Verein blieb bestehen und ist stolz, dass die Fahne, die noch aus der Gründerzeit stammt, auch nach 125 Jahren noch sehr ansehnlich ist.

Am 13. Juli 1924 gründete man mit sieben weiteren Chören in Fronhausen an der Lahn  den Sängerbund Heimatland und richtet ein Jahr später das erste Bundessängerfest aus. Dort ist man heute noch Mitglied und damit auch im Hessischen Sängerbund und im  Deutschen Chorverband. Auf die Jahre des Bestehens gesehen kann man mit Recht behaupten, der Verein hat stets sein Bestes gegeben und mit der Gründung des Kinderchores in 1980 und Frauenchores in 1983 die Vielfalt der Chorvariationen erweitert.
Bei Leistungssingen und Wertungssingen war und ist der Chor immer in der Spitze etabliert, was für eine sehr gute und kontinuierliche Arbeit in der Chorleitung spricht, aber auch die positive Anstrengungsbereitschaft der Aktiven widerspiegelt.

Nach dem Kriege hatte der Verein 12 Vorsitzende und 8 Chorleiter; seit dem 16. Januar 2010 führt erstmals eine Frau den Verein als Vorsitzende an: Doris Heinzmann.

Theodor Heuss, der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, stiftete 1956 eine Bronzeplakette als höchste staatliche Auszeichnung für Laienchöre.
Sie ist nach dem Leiter der Berliner Singakademie und Begründer der “Liedertafel” Karl Friedrich Zelter (1758-1832) benannt.

Die Auszeichnung mit der Zelterplakette erhielt unser Verein 1985 im Rahmen des Hessentages in Alsfeld zu unserem 100jährigen Vereinsjubiläum überreicht.

 

Geschichliches zum Kinder- und Jugendchor
Im Jahre 1980 liegt das Gründungsdatum des Kinderchores.

Die damalige Dirigentin des Männerchores, Frau Bierwirth, ergriff dazu die Initiative und stellte mit dem Vorstand unter dem Vorsitz von B. Franz einen Nachwuchschor auf die Beine.
Gerechnet von der Gründerzeit bis jetzt, haben über 350 Kinder das Angebot des Chores für eine gewisse Zeit genutzt. Zuspruch und Aktionen waren und sind immer abhängig vom Angebot und von der Anzahl der Kinder.
Im Vorfeld des 30jährigen Jubiläumsjahres 2010 wurde für alle Chöre eine Aktion 2010 plus gestartet, die alle Chöre der Concordia in der Zahl der Mitglieder stärken soll. Erste sehr positive Ergebnisse konnten während der Generalversammlung im Januar 2010 verkündet werden. Ziel der Aktion 2010 plus ist es, zwanzig neue Mitglieder und zehn neue Aktive zu gewinnen. Beim Kinderchor ist das bisher voll erreicht worden.

Kinder ab dem ersten Schuljahr können in den Kinderchor einmünden. Die Mitglieder des Jugendchores kommen aus dem Kinderchor oder steigen direkt, ab 14 Jahre, beim Jugendchor ein. Der Kinderchor übt jeden Freitag ab 18.00 Uhr, der Jugendchor ab 18.45 Uhr.

 

Geschichtliches zum Frauenchor
Genau am 27.10.1983 fand die Gründung des Frauenchores im damaligen Gasthaus  „Zur Linde“ in der Hauptstraße 71 statt. Erste Sprecherin wurde Renate Gräb. Ihr folgten Petra Haendel, Christina Embser und Doris Heinzmann.

Schon ab 1984 war und ist der Chor nicht mehr aus dem kulturellen Leben wegzudenken.

Hoch motiviert und gleich bleibend gut, stellte sich der Chor ab 1984 den Wertungsrichtern. Er belegt durchweg immer Spitzenplätze, erst recht im direkten Vergleich zu anderen Frauenchören. Gemeinsam mit dem Männerchor bildet er zwischenzeitlich einen tollen gemischten Chor.

Zwei Chorleiterinnen hatte der Chor bis 2007. Zuerst war es Ruth Bierwirth aus Marburg und danach Doris Menz aus Fronhausen/L. Nach dem Abschiedskonzert im Oktober 2007 hat Prof. Dr. Achim Heinrichs die Leitung des Chores übernommen.

2008 hat man am 25. Oktober im Haus des Gastes in Gladenbach ein großes Konzert veranstaltet. Anlass war das 25jährige Chorjubiläum. Es waren ca. 400 Gäste und zehn Chöre aus Frechenhausen, Cölbe,  Gladenbach, Mornshausen, Weidenhausen und Steinperf vor Ort. Doris Heinzmann führte als 2. Vorsitzende und Sprecherin des Frauenchores durch das Programm.

Erfreulich auch beim Frauenchor, dass junge Damen den Übergang vom Jugendchor in den Frauenchor angenommen und beibehalten haben.

Geschichtliches zu Mornshausen

JahrEreignis
1237erstmalige Erwähnung unter dem Namen Moroldeshusen.
1324wurde der Ort erstmals mit dem heutigen Namen bezeichnet.
1600gab es ca. 44 Häuser. Der Grund war eine florierende Schmelzmühle (Hüttenmühle).
1624Die Pest wütet in Mornshausen. Ca. 30% der Menschen sterben daran.
1635 / 1636Nach dem 30-jährigen Krieg standen fast 50% der Häuser in Mornshausen leer. Nur langsam ging es wieder bergauf.
1822Am 19.05. fand der legendäre Postraub in der "Subach" zwischen Mornshausen und Rollshausen statt. Dieses Ereignis wurde unter dem Titel "Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach" für das Fernsehen verfilmt und bisher mehrfach gezeigt.
1824Im Oktober wurden die Posträuber in Gießen auf dem Marktplatz mit dem Schwert hingerichtet.
1838Mornshausen hat 390 Einwohner, es gibt vier Mahl- und zwei Ölmühlen
1857Bau eines Schulgebäudes.
1890Die Mornshäuser erhalten ihren Spitznamen "Die Mornshäuser Heringe", als sie mit einigen Pferdefuhrwerken nach Fronhausen/L. fuhren, um Düngemittel für alle Bauern am Bahnhof abzuholen. Weil man sich die AVIS im Vorfeld nicht genau angeschaut hatte, übersah man, dass lediglich ein Fass Heringe abzuholen war. Über diesen Vorfall wurde zwischenzeitlich ein Volksstück mit drei Akten geschrieben udn auf dem Hof der Hüttenmühle im Jahr 2003 mehrfach aufgeführt. Auto, Regisseur und Mitspieler sind allesamt in den Reihen der Vereinsmitglieder des Gesnagvereins zu finden.
Weitere Anmerkungen lassen sich aus der Geschichte des Männerchors ableiten, der im Jahr 1885 geründet wurde. Mornshausen verlor seine Selbständigkeit im jahr 1974, als es im Zuge der Gebietsreform am 1. Juli der Stadt Gladenbach angegliedert wurde.